Nachlass, Erbe & Erbschaft – Bankkonto in der Schweiz geerbt?

Wie kann man versteckte internationale Steuerfallen vermeiden?

  • Sie sind mit einem Nachlass in der Schweiz involviert?
  • Sie haben ein Erbe angetreten?
  • Teile einer Erbschaft befinden sich in der Schweiz?
  • Sie sind in einem Nachlass Erbe?
  • Haben Sie ein Konto in der Schweiz geerbt?
  • Sie müssen ein geerbtes Konto umschreiben lassen?

Auf dieser Seite finden sämtliche Problemstellungen die bei Nachlass, Erbe & Erbschaft in der Schweiz auftreten können.

Nachrichtenlose Vermögen – Unentdeckte Millionen Erbschaften

Vorwort – Konto umschreiben ist das Ziel!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie als ausländischer Erbe in der Schweiz schnell zu Ihrem geerbten Nachlass kommen und Ihr Konto umschreiben. Wir erläutern die Rechtslage beim Tod des Kontoinhabers. Wir weisen auf Gefahren hin und geben Tipps, wie Sie am besten mit der Bank verhandeln. Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei der Bank ein geerbtes Konto umschreiben lassen. Wir erklären Ihnen, welche Dokumente Sie der Schweizer Bank vorwiesen müssen, damit die Bank das Konto umschreiben kann. Wir zeigen Ihnen, welche Formvorschriften einzuhalten sind, damit Nachlass, Erbe und Erbschaft sich bei Ihnen landen. Das Geld aus Ihrer Erbschaft soll ja die Bank rechtssicher und unanfechtbar auf Ihr Konto umschreiben, welches für die nächsten Jahrzenten auf Ihren Namen lauten soll.

1. Wer sind die wirtschaftlich Berechtigten am Kontovermögen nach dem Tod?

Mit dem Tod treten unmittelbar alle Erben in die Rechte und Pflichten des Erblassers ein. Die Erben übernehmen alle Vermögenswerte, aber auch alle Schulden. Diese ungeteilte Gesamtnachfolge und Übernahme aller Aktiva und Passiva der Erbschaft im Zeitpunkt des Ablebens des Erblassers an die Erben definieren die Juristen als Universalsukzession.

Hinweis: Hat der Erblasser mit der Bank vor dem Ableben schriftlich vereinbart, dass nach dem Tod eine bestimmte Person einen bestimmten Vermögenswert vom Nachlass bekommen soll, dann fällt dieser Vermögenswert nicht ins Vermögen der Erbengemeinschaft.

1.1. Welches Recht bestimmt, wer gesetzlicher Erbe wird?
In allen Verträgen, die Schweizer Banken mit Kunden aus aller Welt unterzeichnen, steht, dass die Vertragsbeziehung des Kunden zur Bank dem Schweizer Recht unterworfen ist. Hingegen richtet sich die Definition des gesetzlichen Erben des Kontoinhabers und die Nachlassabwicklung nach dem Recht, wo der Kontoinhaber den letzten Wohnsitz hatte.

Die gesetzlichen Erben eines Bankkunden aus dem Königreich von Saudi Arabien werden nach dem geltenden Recht in Saudi Arabien definiert. Ein Bankkunde aus Saudi Arabien, der nur weibliche Nachkommen hinterlässt, ist gut beraten, wenn er vor dem Tod auf andere Weise dafür sorgt, dass seine weiblichen Nachkommen nicht in der Misere enden. Weibliche Nachkommen sind nach Sharia-Recht nicht gesetzliche Erben, sondern die männlichen Vetter der weiblichen Nachkommen.

1.2. Wie gestaltet sich die Nachfolge (=Sukzession) beim Einzelkonto?

Wenn mehrere gesetzliche Erben die Nachfolge antreten, so spricht man von Eigentum zur gesamten Hand oder von einer Gesamthandschaft. Alle gesetzlichen Erben zusammen treten die Nachfolge des ungeteilten Vermögens gemeinsam an. Es handelt sich hier nicht um eine Form von Miteigentum nach Quoten. Es ist kein Miteigentum. Vielmehr ist es ungeteiltes Gesamteigentum, über welches nur alle gesetzliche Erben zusammen verfügen dürfen. Die gesetzlichen Erben müssen im Einklang handeln, wenn sie zum Geld kommen wollen.

Was sieht das in der Praxis genau aus?
„Die Bank zahlt nur aus, wenn sich alle gesetzlichen Erben einig sind. Macht nur einer bei der Aufteilung der Erbschaft nicht mit, lässt die Bank das Geld auf dem Konto liegen, bis sich alle geeinigt haben, wie es geteilt werden soll. Die Bank nimmt keine Erbteilung vor, wie fälschlicherweise von vielen Kunden angenommen wird. Der Bank ist es egal, wie die gesetzlichen Erben untereinander die Erbschaft aufteilen.“

Die Schweizer Bank zahlt nur an alle gesetzlichen Erben gemeinsam aus. Sie verlangt von allen Erben eine unterzeichnete Saldierungsinstruktion, womit das Konto des Erblassers geschlossen wird. Gleichzeitig verlangt sie eine von allen Erben unterzeichnete Zahlungsinstruktion und schickt die Vermögenswerte genau nach Instruktion ab.

1.3. Wie gestaltet sich die Nachfolge beim Gemeinschaftskonto? (auch bekannt als Und/Oder-Konto)

Das Gemeinschaftskonto ist auch bekannt als „Joint-Account“. Beim Gemeinschaftskonto treten die gesetzlichen Erben an die Stelle des verstorbenen Mitinhabers. Sie führen das Konto weiter mit dem überlebenden Mitinhaber des Gemeinschaftskontos. Wie umfangreich der Anteil am Kontovermögen ist, richtet sich nach den Vereinbarungen, die die beiden Kontoinhaber untereinander abgemacht hatten. Hat nur einer der beiden Gemeinschaftskontoinhaber eingezahlt, wird allgemein davon ausgegangen, dass der Einzahlende alleine der wirtschaftlich Berechtigte des Gemeinschaftskontos ist. Es muss aber nicht immer so sein, wie der folgende echte Fall aus unserer Praxis zeigt.